Dienstag, 27. Juni 2017

Thema: Der Europäische Aal

Der Europhäische Aal

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist ein Knochenfisch aus der Familie der Anguillidae und optisch beinahe jedem bekannt. 2009 wurde er vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), vom Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), vom Schweizerischen Fischereiverband (SFV), dem Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) und dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) zum Fisch des Jahres gekürt.

Noch weit aufregender als sein ohnehin schon auffälliges äußeres Erscheinungsbild ist die große, strapaziöse Reise, die er innerhalb seines Lebens auf sich nimmt, um danach zu laichen und zu sterben.

Erscheinungsbild

Mit seinem lang gestreckten, schlangenähnlichen Körper ist der Aal ein Fisch von enorm hohem Wiedererkennungswert. Die Europäische Form lässt sich kaum von der Amerikanischen  unterscheiden . Das Maul des Europäischen Aals ist oberständig. Seine schleimige Haut ist dick und mit sehr kleinen Rundschuppen versehen, die sich in der Haut einbetten. Die Färbung des Fisches in jungen Jahren, in denen er sich in Flüssen und Seen aufhält, ist auf der Rückenpartie von dunklem Grün bis hin zu dunklem Braun, bäuchlings gelblich („Gelbaal“). Im fortgeschrittenen Alter, wenn es ihn zurück ins offene Meer treibt, ist die Haut silbrig-glänzend und seine Bauchseite nahezu weiß („Blankaal“) gefärbt.

Die Rücken-, die Schwanz- und die Afterflosse sind durchgängig an einem Stück und bilden einen ununterbrochenen Saum.

Ausgewachsene Weibchen können Längen von bis zu 150 cm und ein Gewicht von 6 kg erreichen, während Männchen nur maximal 60 cm lang werden. In der Regel gilt jedoch ein Weibchen von einem Meter Länge bereits als sehr groß.

In freier Wildbahn können Aale bis zu etwa 50, in Gefangenschaft in seltenen Fällen gar deutlich über 100 Jahre alt werden.

Lebensraum

Der Europäische Aal ist über ganz Europa, Nordafrika und Kleinasien verbreitet, wo er, je nach Lebensphase, im Süßwasser ebenso zu finden ist, wie im Brack- und im Meerwasser.

Am liebsten versteckt sich der Aal des Tags zwischen Steinen und Pflanzen in tieferen Gewässerbereichen und wird erst nachts aktiv, um in geringerer Wassertiefe auf Nahrungssuche bzw. auf Jagd zu gehen.

Fressverhalten und Ernährung

Der Aal ist nachtaktiv und beginnt erst in der Dämmerung mobil zu werden.

Vorwiegend ernährt er sich von Insektenlarven, Kleinkrebsen, Würmern und Ähnlichem, er frisst aber auch Fischlaich und kleinere Fische.

Bei der aktiven Jagd der Kleinfische an der Wasseroberfläche und im Mittelwasser erweist sich der Aal als ausgezeichneter und geschickter Jäger.

Ein lang gehüteter Irrglaube ist, dass Aale Aasfresser seien. Unter Anglern jedoch ist bekannt, dass sie Lebendköder lieben und höchstens sehr frischen, toten Fisch fressen, aber niemals einen Verwesten.

Das jeweilige Nahrungsangebot für den Europäischen Aal führt zu einer morphologischen Differenzierung zweier unterschiedlicher Formen: Der „Spitzkopfaal“ ist an seinem schmalen Kopf und einem spitz zulaufenden Maul zu erkennen. Er ernährt sich in erster Linie von Krebsen und anderen wirbellosen Tieren. Der „Breitkopfaal“ besitzt einen breiten Kopf und ein breites Maul. Auf seinem Speiseplan stehen vorrangig andere Fische.

Beide Formen können auch zeitgleich innerhalb ein und desselben Gewässers nebeneinander leben, der prozentuale Anteil der jeweiligen Art wird jedoch durch das entsprechende Nahrungsangebot in ebendiesem Gewässer bestimmt.

Der Europäische Aal verfügt über die Fähigkeit stereoskopisch zu riechen, d. h., er kann eine Geruchsspur dreidimensional erfassen und verfolgen.

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Fortpflanzung

Faszinierend und zugleich mysteriös ist der ungewöhnlich Weg, den ein Aal im Normallfall in seinem Leben zurücklegt.

Frisch aus dem Rogen in der Sargassosee, einem Meeresgebiet südlich der Bermudainseln im Atlantik ohne Inseln und Küsten, geschlüpft, schwimmen die winzigen, durchsichtigen „Weidenblattlarven“ genannten Aallarven mit den Meeresströmungen über Tausende Kilometer weit an die europäische Küste. Dafür benötigen sie in etwa drei Jahre! Haben sie endlich die europäischen Küstengewässer erreicht, haben sie sich in kleine (etwa 7 cm lange) „Glasaale“ verwandelt.

Einige dieser Glasaale verbringen die kommenden Jahre nahe der Küste. Andere schwimmen von dort aus flussaufwärts Richtung Binnengewässer im Landesinneren, wo sie die nächsten Jahre verbringen, um zur vollen Größe heranzuwachsen. In dieser Phase ihres Lebens nennt man sie „Steigaale“ oder „Gelbaale“. Werden sie schließlich geschlechtsreif, Männchen mit etwa 6 bis 9 Jahren, Rogner erst mit ungefähr 12 bis 15 Jahren, so wandern die Fische im Herbst (September/Oktober) zum Ablaichen zurück in die Sargassosee, wobei sie teilweise unvorstellbare Hürden überwinden und Strecken zurücklegen. Es kommt sogar immer wieder vor, dass Aale sich für längere Zeit an Land in Feuchtgebieten aufhalten, um so von einem Gewässer zum anderen zu wandern. Dabei verschließen sie ihre kleinen Kiemenöffnungen und nehmen den benötigten Sauerstoff über die Haut auf.

Auf seinem Weg zurück in die Sargassosee…

Auf seinem Weg zurück in die Sargassosee verändert sich der Aal in seinem äußeren Erscheinungsbild stark. Die bräunlich grüne Haut wird silbrig-grau glänzend, der After zieht sich ein und die Augen werden größer. In diesem Stadium nennt man den Europäischen Aal „Blankaal“. Der Verdauungstrakt bildet sich vollkommen zurück, die Fische stellen ihre Nahrungsaufnahme komplett ein und holen sich sämtliche Energie für ihre strapaziöse Nahrung künftig ausschließlich aus ihren großen Fettreserven (die bis zu 30 % der Gesamtmasse ausmachen kann). Den gesamten, durch die Rückbildung der Organe des Verdauungstraktes entstandenen Raum im Körperinneren des Fisches, nehmen die Geschlechtsorgane ein, die sich vollkommen neu bilden.

Haben die Tiere schließlich ihr Ziel, die Sargassosee, erreicht, paaren sie sich, laichen dort ab und sterben.

Über die Fortpflanzung der Aale gibt es keine tieferen Erkenntnisse. Auch ist leider nicht bekannt, wo genau und wie sie laichen. Noch nie ist es Wissenschaftlern gelungen, einen Aalrogen in der Sargassosee zu finden, geschweige denn, dessen Entwicklung zu beobachten. Bekannt ist nur, dass der Europäische Aal im Laufe seines Lebens ausschließlich einmal laicht und danach verendet.

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Freitag, 23. Juni 2017

Die besten Tipps fürs Aalangeln

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) mit seinem lang gezogenen, schlangenförmigen Körper und seiner durchgängigen Rücken-, Schwanz- und Afterflosse, die einen einzigen Flossensaum bildet, ist ein Fisch, dessen Lebenszyklus eindrucksvoll und interessant ist. Hält man sich an einige wichtige Grundregeln beim Aalangeln, so sollte die Wahrscheinlichkeit, einen erfolgreichen Fang zu machen, durchaus hoch sein. Hierfür ist es wie immer von großem Vorteil den Zielfisch, seine Vorlieben und Verhaltensweisen gut zu kennen.

Standort, Standort, Standort

Die besten Tipps fürs Aalangeln

Eine der bedeutsamsten Spielregeln beim Aalangeln ist das Beangeln vom richtigen Standort aus. Obwohl der Aal selbst keiner Standorttreue unterworfen ist und er auch keine bevorzugte Wassertiefe hat, gibt es durchaus einige vielversprechende Plätze, einen Aal zu fangen.
Wichtig ist es, zu berücksichtigen, dass Aale nachtaktiv sind und sich deshalb auch vorrangig erst mit Dämmerungseinbruch flacheren und ufernahen Gebieten nähern, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Bei all diesen Hotspots gilt allerdings der Rat, die Montage so ufernah wie möglich anzubringen.

Landzungen, die weit ins Gewässer reichen
Die besten Erfolge beim Aalangeln konnte ich an solchen Uferstellen verzeichnen, an denen die Zungen sich weit in das Gewässer hinein erstreckten und Erhebungen im Wasser zu finden waren, die das Ufer mit einer Insel oder einem Barschberg verbanden. Mit Einsetzen der Dämmerung tasten sich die Aale entlang dieser Erhebungen Richtung Ufer auf der Suche nach Nahrung.
Begebt euch dafür am besten in euer Boot und checkt die Unter-Wasser-Situation mit einem Echolot oder Lotblei ab.

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Reusenförmige Buchten

Sucht das zu befischen gewünschte Gewässer nach Buchten ab, die zum Ufer hin zunehmend schmaler werden, ähnlich einer Reuse. Je mehr potenzielle Futterfische bei Ausklang des Tages darin schwimmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch Aale auf der Suche nach ihrer Beute darin aufhalten.
Seerosenfelder
Von oben schön anzusehen, bieten Seerosenfelder Aalen nicht nur optimale Deckung, sondern sie spenden ihnen auch willkommenen Schatten und reichlich Futtermaterial. Denn dort verstecken sich viele Insekten. Die wiederum ziehen kleine Beutefische für den Aal an, die sich von Insekten ernähren und den Unterschlupf im schützenden Grün schätzen.
Ich markiere eine genügend große Lücke zwischen den Seerosenblättern gerne mit zwei roten Knicklichtern, damit ich beim nächtlichen Angeln nicht ganz „blind“ zielen muss, die Aale durch die Lichter aber nicht zu sehr vorgewarnt sind.

Totholz

Aale lieben es, sich in versunkenen Bäumen zu verstecken und dort auch auf Nahrungssuche zu gehen. Natürlich ist Totholz zwar sehr hängerträchtig, mit einer großen Treffsicherheit und Zielgenauigkeit und einer guten, starken Schnur ist die Erfolgsquote allerdings auch eine entsprechend hohe!
Steinpackungen an Steilufern
An diesem Hotspot halten sich Aale ausgesprochen gerne auf, da ihnen hier ausgezeichneter Schutz geboten wird. Allerdings sind die Steinpackungen wiederum sehr hängerträchtig. Also ist beim Aalangeln an solchen Stellen stets Vorsicht geboten!

Unterspülte Uferkanten
Unterschwemmte Uferkanten mit dichten, weitverzweigten Wurzelsystemen bieten den Aalen Schutz vor der Sonne und Licht, sodass man hier durchaus auch unter Tags auf Aalfang gehen kann. Zudem wird reichlich Nahrung angespült, Leckereien, die sich der Aal keinesfalls wird entgehen lassen wollen.

Wetterbedingungen

Einer der besten Zeitpunkte, auf Aaljagd zu gehen, ist die Phase nach einem Platzregen, wenn das Wasser noch trüb ist. Der akut gewonnene Sichtschutz und die durch den Regenschauer frisch ins Wasser geschwemmten Insekten, Würmer, etc. sind eine zu große Verlockung für die Aale: Sie kommen aus ihren Verstecken, streifen auf der Suche nach Nahrung durch das Gewässer und wagen sich auch bei Tageslicht ganz nah ans Ufer heran. Nehmt euch aber bitte vor Gewittern in acht, denn die Angelruten ziehen Blitze an.

Tageszeit, Wassertemperatur und Top-Monate

Die höchsten Chancen auf einen Fang beim Aalangeln hat man mit Einbruch der Dunkelheit, weil Aale nachtaktiv sind. Gegen 1 Uhr morgens allerdings legen sie ein kleines „Verdauungspäuschen“ ein und werden erst wieder gegen 3 Uhr aktiver
Dabei sollte die Wassertemperatur aber über 10 °C liegen, denn erst dann werden die Aale mobil und gehen auf Nahrungssuche.
Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Top-Monate für ein erfolgreiches Aalangeln in unseren Breiten April bis Oktober sind. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass sich tiefe Baggerseen oder fließende Gewässer natürlich langsamer erwärmen als kleine, flache Teiche.
Zudem sind Aale in Neumondnächten aktiver und bissiger als in Vollmondnächten, die ihnen offenbar „zu hell“ zu sein scheinen. Je dunkler also die Nacht ist, desto näher kommen die Aale ans Ufer und desto höher ist der Fangerfolg.

(Ver)lockender Duftköder

Aale haben einen hoch entwickelten, dreidimensionalen Geruchssinn, weshalb es nicht weiter verwunderlich ist, dass sie durch den Geruch frischer Leckerbissen herrlich aus der Reserve gelockt werden können. Die größte Versuchung stellen für sie wohl gelöcherter bzw. zerfetzter Fisch oder zerteilte Regenwürmer dar.

Kleiner Anglerknigge

Maximale Stille und Dunkelheit sollte jeder, der sich Erfolg beim Aalangeln erhofft, als oberste Gebote anstreben. Aale mögen Ruhe, kein Umherstampfen am Ufer und sie verabscheuen grelles Licht – gleich, ob Tageslicht oder künstliches Licht.

Richtiges Equipment

Grundsätzlich sollte die Ausrüstung bei jedem Angelausflug auf Aale ausreichend Knicklichter, ein feuchtes Handtuch (um den Fisch fest im Griff zu haben), eine Stirnlampe (um den Aal bei der nächtlichen Jagd gut im Auge zu haben) und einen verschließbaren Behälter (um die erbeuteten Fische darin sicher zu verwahren) beinhalten.

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Aalangeln in stillen Gewässern mit Pose

Verwendet etwa 3 bis 6 g schwere, ausgebleite Posenmontagen, die ihr entsprechend auf die Gewässertiefe anpasst, sodass der Köder einige Zentimeter oberhalb des Gewässergrundes oder direkt auf diesem angeboten werden kann. Bringt den Köder möglichst nahe an einem Hindernis an, haltet dabei aber dennoch einen Mindestabstand von etwa 1,5 m ein!
Für das nächtliche Angeln möchte ich euch rote Knicklichtposen empfehlen.
Mit Freilaufmontage auf Aaljagd in fließenden Gewässern
An Flüssen empfiehlt es sich, eine Grundmontage mit Anti-Tangle-Boom mit Blei, Perle, Wirbel und Vorfach mit Haken zu verwenden. So wird die Beschädigung des Knotens verhindert und ein rasches Vorfachtauschen ermöglicht.

Stark verkrautete oder sehr schlammige Gewässer
Solltet ihr in solchen Gewässern Aalangeln, so solltet ihr ein Tiroler-Hölzl dem Grundblei vorziehen, damit die Montage nicht darin „verschwindet“.

Mit der Hoffnung, euch hilfreiche Tipps gegeben zu haben, verabschiede ich mich nun und wünsche euch „Petri Heil“ bei der Aaljagd.
Euer Anglerspezi

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Donnerstag, 15. Juni 2017

Hechtangeln am Hechtsee

Nachdem die Schonzeiten für den Hecht in Österreich für dieses Jahr vorbei sind, kann die Raubfisch-Saison wieder richtig losgehen. Da es im schönen Tirol nur wenige Reviere gibt, in denen das Hechtangeln erfolgsversprechend ist, fiel die Wahl, welches Gewässer wir befischen wollen sehr leicht.

 

Das Revier

 

hechtangeln

Der Hechtsee ist ein eher nährstoffarmes Mittelgebirgsgewässer mit einer Größe von 28, 07 Hektar und liegt inmitten der Brandenberger Alpen in der Nähe von Kufstein. Er liegt idyllisch umgeben von Wald auf einer Seehöhe von 542 Metern und bezaubert mit tatsächlichem Postkartenflair seine Besucher.

Auf Grund tektonischer Gegebenheiten ist der See an seiner tiefsten Stelle 57 Meter tief.  Relevant für die Fischerei ist vor allem der Umstand, dass ab einer Tiefe von 20 Metern sauerstoffarmes und schwefelwasserstoffhaltiges Wasser vorkommt, in dem sich dementsprechend  keine Fische aufhalten. Dieser Umstand, in Verbindung mit den steil und rasch abfallenden Ufern stellt eine der Herausforderungen dar, die beim Hechtangeln an den Fischer gestellt werden. Die dadurch entstehende schmale ufernahe Zone (Litoral) begrenzt somit die Areale, in denen man mit Hechten rechnen darf.

Stellen, die auf Grund ihrer geringeren Wassertiefe interessant zu befischen wären, sind von der Fischerei ausgenommen. Dazu gehören im Falle des Hechtsees die Bereiche um den Zulauf bzw. Ablauf, sowie eine kleine Bucht, deren angrenzendes Grundstück in Privatbesitz ist. Genauso ist im Bereich der Badeanstalt die Fischerei untersagt. Besetzt ist der See neben Hechten mit Zander, Karpfen, Schleie, Regenbogen- und Bachforelle , Renke, und Saibling. Außerdem befinden sich kleine Barsche und Weißfische im Gewässer. http://ift.tt/2sy6fly

 

Voraussetzungen zum Fischen

 

Wie in allen Revieren in Tirol (mit Ausnahme einiger privater Fischteiche) benötigt man auch hier einen Nachweis der fischereilichen Eignung, wie zum Beispiel die Tiroler Unterweisung. Gleichwertige Nachweise, z.B aus anderen Bundesländern oder dem Ausland werden anerkannt. Zur Sicherheit sollte man sich hierzu im Vorhinein beim Tiroler Fischereiverband informieren. http://ift.tt/2sxBJrP

Des Weiteren ist es notwendig den Mitgliedsbeitrag beim Fischereiverband zu bezahlen und einen Nachweis darüber mit sich mitzuführen. Dieser  Jahresbeitrag beträgt in Tirol für Gastkarten 25 €, für Nameskarten 50 €.

Die Ausgabe für die Tageskarten erfolgt an der OMV-Tankstelle Oskar-Pirlo-Straße 32 in Kufstein. Gewählt kann zwischen einer Tageskarte, einer Halbtageskarte und einer Salmonidenkarte werden. Nachdem die Tageslizenzen nur beschränkt verfügbar sind, zahlt es sich auf jeden Fall aus, diese einige Tage zuvor zu reservieren. Dazu ist der telefonische Kontakt direkt zur Tankstelle die beste Möglichkeit. (Tel.: 0043 5372/ 64549). Geöffnet ist täglich ab 06:00 Uhr. Gemeinsam mit der Lizenzkarte bekommt man bei Abholung eine Fangtabelle, in welcher entnommene Fische sofort einzutragen sind.

Außerdem kann man sich für weitere 15 € ein Ruderboot ausleihen, was ich an dieser Stelle empfehlen möchte. Nun hat man tatsächlich alles was man benötigt um seinen Angeltag am Hechtsee zu beginnen.

Die Autofahrt von der Tankstelle zum See ist in fünf Minuten bewältigt. Am See angekommen bietet sich erstmal ein atemberaubender Blick. Zu früher Stunden sind kaum Menschen zu sehen und die Natur erwacht gerade. Nebelschwaden steigen von der gesamten Wasserfläche auf und Vogelgezwitscher ertönt aus dem umliegenden Mischwald. Das Bootshaus befindet sich nur 2 Gehminuten vom Parkplatz entfernt und nachdem die Anglerspezis der Meinung sind, dass beim Spinnfischen weniger Ausrüstung mehr ist, war diese schnell im kleinen Ruderboot verstaut.

 

Hechtangeln im Klarwasser

 

Nachdem wir beide zum ersten Mal an diesem Gewässer unser Glück versuchten, wussten wir noch nicht ganz mit welchen Bedingungen wir zu rechnen hatten. Folglich war das Erste was uns auffiel, das erstaunlich klare Wasser. An den meisten Stellen war es bei entsprechendem Lichteinfall problemlos möglich Sichtweiten von bis zu 15 Metern zu genießen. Das ist zwar sehr schön, stellt beim Hechtangeln allerdings auch eine gewisse Herausforderung, da die Köderfarbe wichtiger wird, je klarer das Wasser ist.

Denn Klarwasserhechte lassen sich vor allem bei schönem Wetter am ehesten mit natürlich aussehenden Ködern überlisten. Daher wurden vor allem Gummifische und Wobbler verwendet, die naturgetreue Zeichnungen aufweisen. Außerdem haben wir uns dazu entschlossen erstmal kleinere Köder zu verwenden, da Anfang Juni die jungen Fische auch noch eher klein sind und Hechte sich oftmals auf diese spezialisieren.

Zudem ist auch die richtige Köderführung ein wichtiger Punkt. Auf Grund der bereits angesprochenen steilen Ufer und der damit einhergehenden Tiefe empfiehlt es sich sinkende Wobbler zu verwenden. Daher sollte man auch bei der Verwendung von Gummifischen recht lange absinken lassen bevor man mit dem spinnen beginnt. Gerade in so klarem Wasser ist demgemäß von größter Bedeutung, beim Hechtangeln einen verletzten oder geschwächten Fisch naturgetreu zu imitieren. Dabei darf nicht zu hastig eingezogen werden, da die Hechte den Köder sehr lange beobachten können.

Resümee

 

Wer im Tiroler Unterland Hechtangeln will ist an diesem Gewässer goldrichtig. Der Hechtsee besticht neben seiner malerischen Schönheit mit gutem Fischbestand und leistbaren Tageskarten. Außerdem stellt er auch an erfahrene Raubfischangler Herausforderungen und ist nebenbei mit dem Auto sehr gut erreichbar.

 

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem kleinen Bericht ein paar nützliche Infos zum Hechtangeln in Tirol geben und wünsche „Petri Heil“!

 

Euer Anglerspezi Stephan

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