Dienstag, 31. Oktober 2017

Angeln im Herbst auf Hecht.

Angeln im herbst auf Hecht

Carsten Przygoda / pixelio.de

Sicherlich fragt ihr euch jetzt: Angeln im Herbst auf Hecht? Ja ihr habt richtig gehört! Ich musste mich auch von eines Besseren belehren lassen und muss zugeben, dass dies auch sehr entspannend auf einen wirken kann.

Vor kurzem saß ich (Peter) und mein Angelfreund (Stefan) zusammen und entschlossen uns, dass wir eigentlich die schönen Herbsttage nutzen und ans Wasser gehen. Nach kurzen überlegen waren wir uns einig, was unser Zielfisch für diesen Trip ist. Wir waren voll motiviert, dass wir unser Glück mal wieder auf unseren guten Freund den Esox versuchen.

Nun gut, gesagt getan und wir machten uns auf dem Weg zum Hechtsee bei Kufstein in Tirol. Wo man hier die Karte löst kann und was für Bedingung für das Angeln herrschen, haben wir schon mal in einem früheren Artikel erklär, den ich euch unter diesen Beitrag auch nochmals verlinke.

Nach gut einer Stunde Autofahrt begleitet mit viel Sonnenschein kamen wir an und packten unser ganzes Tackel in das Boot und fuhren raus aufs Gewässer.

Was muss man berücksichtigen beim Angeln im Herbst auf Hecht?

Hechte halten sich meist im Herbst in tieferen stellen auf, vor allem im Spätherbst. Die Gründe dafür sind die Beutefische und äußere Bedingungen, wobei hier auch Strömungsgeschwindigkeit und Wassertemperatur wichtige Faktoren sind.

Den Hecht trifft man aber, oftmals auch an der Wasseroberfläche an, wo er steht oder sich langsam fortbewegt und nach geeigneter Beute Ausschau hält. Wie wir an diesen Tag auch festgestellt haben.

 

Den Nachläufer zum Biss verführen.

Wie zuvor erwähnt machten wir unseren Zielfisch nach einer Weile am Boot aus und fingen an die Uferzonen systematisch abzuwerfen. Ein Wurf folgte auf den anderen, doch hatten wir nicht viel Erfolg und konnten keinen Esox überzeugen den Köder sich zu schnappen. Nach einer Pause am Ufer und gestärkt, wollten wir es wieder versuchen. Stefan setzte seine Polarisationbrille auf und wir ruderten wieder zu den Hotspots raus. Doch der ersehnte Kontakt blieb weiterhin aus.

Plötzlich traute Stefan seinen Augen kaum und es schwamm ein amtlicher Hecht seelenruhig seinem Wobbler hinterher. Zwei Meter vor dem Boot drehte er gelangweilt wieder ab. So schnell konnte man gar nicht schauen warf er seinen Multi Jointer Wobbler wieder ins Wasser, doch dieses mal folgte dem Köder nur ein kleiner Hecht der sich auch wieder in Bootsnähe von dem Wobbler abwendete. Ich bemerkte von diesen Nachläufern im ersten Moment gar nichts und fragte ihn schon ob wir die Position wechseln sollten. Von da an waren wir überzeugt, dass die Hechte schon Interesse an unseren Köder haben, doch wir es oftmals gar nicht mitbekommen. Abhilfe kann hier oftmals eine Polarisationsbrille schaffen, die Stefan auch an diesem Tag auf hatte. Nach kurzen grübeln kamen wir auf eine Idee die uns vielleicht doch noch zum Erfolg bringen kann.

 

Die Acht die es schafft.

Nach kurzem Überlegen kamen wir auf eine Idee die uns vielleicht doch noch zum Erfolg bringen kann. Die versprechende Erfolgsmethode heißt „ Figur Eight “ diese Methode wird oft bei Musky, dem Hecht aus Nordamerika angewendet, die aber auch bei unserem heimischen Hechten empfehlenswert ist. Diese Methode funktioniert auch nur dann, wenn man vermutet, dass sich Hechte in unmittelbarer Nähe oder unterhalb des Bootes befinden. Hier steckt man seine Angelrute tief ins Wasser und zeichnet in einem weiten Bogen eine Acht. Der Köder sollte einen Abstand zur Ruten-spitze von ca. 1,5 bis 2 Meter betragen. Aufpassen muss man vor allem, dass man die Bremse eher weich einstellt, weil solche Bisse aus nächster Nähe ziemlich hart rein preschen.

Das Gerät angepasst und los konnte es gehen. Stefan setzte alles auf diese Methode und ging auf Esox Jagd in Boots nähe mit Erfolg.Hecht angeln im Herst

Résumé des tollen Angeltages war, dass ich „ Schneider “ nach Hause fuhr und mein Angelfreund einen schönen Hecht mit 73 cm doch noch überzeugen konnte ins Boot zu Hüpfen.

Ich hoffe euch gefiel der kleine Ausschnitt unseres vorhaben Angeln im Herbst auf Hecht. Ich wünsche euch viel Spaß am Wasser!

Euer Anglerspezi Peter.

 

Hier geht es zum Artikel:   >>Hechtangeln am Hechtsee<<

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Mittwoch, 25. Oktober 2017

Blinker und Spinner selber bauen.

Blinker und Spinner selber bauenSelbst gebaute Kunstköder stehen den gekauften um nichts nach. Im Gegenteil – diese sind oft fängiger als gekaufte. Das mag vielleicht auch daran liegen, weil man sie selbst mit seinen Händen geschaffen hat. Hier in diesen Beitrag möchte ich euch einen kleinen Einblick geben wie man einen Blinker und Spinner selber bauen kann und, dass für wenig Geld.

Blinker

Einen Blinker selber zu bauen geht ruckzuck und ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Das benötigte Material dafür belauft sich auf ein Minimum und ist schon für wenig Geld zu erwerben.

Zubehör:

  • einen alten Teelöffel
  • Metallsäge
  • Bohrmaschine
  • Feile
  • 2 x Springringe
  • Drilling
  • Wirbel
  1. Wir nehmen uns den Teelöffel und sägen den Stiel ganz nah am Löffelblatt ab. Bei der Schnittkante feilen wir die Ränder (den Grad) ab damit wir keine scharfe Kanten mehr haben.
  2. Nun nehmen wir unser Löffelblatt und Bohren oben und unten ein Loch rein.
  3. Wir nehmen den Springring und fädeln diesen an der oberen Stelle, wo wir den Stiel abgesägt haben ein. Zusätzlich ziehen wir auf diesen Springring noch einen Wirbel mit auf, damit wir ihn später bei der Schnur befestigen können.
  4. Auf der gegenüberliegenden Seite nochmals einen Springring auffädeln und hier den Drilling aufziehen.
  5. Für mehr Lockwirkung bekleben wir das Löffelblatt mit Reflexfolie.
  6. Fertig!

Spinner

Einen Spinner selbst bauen ist schon ein wenig schwieriger doch mit ein wenig Übung ist das leicht zu meistern.

Zubehör:

  • Bohrmaschine
  • Zange
  • Münze
  • 3 x Dekoperlen
  • 1 x Drilling
  • 1 x Stück Draht
  1. Wir nehmen uns den Draht und befestigen dort den Drilling. Hier sollte man darauf achten der Drahtöse genügend Spiel zu lassen, damit sich der Drilling frei bewegen kann.
  2. Danach fädelt man die drei Dekoperlen auf den Draht auf.
  3. Haben wir die beiden ersten Schritte erledigt, nehmen wir uns die Münze und Bohren bei der Münzoberfläche am äußeren Rand ein Loch rein. Man sollte darauf achten, dass die Münze zu den Proportionen des Hakens passt.
  4. Ist die Münze nun auf den Draht gefädelt, formen wir das Drahtende zu einer Öse. An dieser Öse kann man den Spinner an der Schnur befestigen.
  5. Der Spinner ist nun Einsatz bereit.

Wie du siehst, einen Blinker und Spinner selber bauen ist keine Hexerei und ist mit wenig Geld und Aufwand machbar. Bei dem Blinker kann man auch an Stelle des Teelöffels einen Kronkorken verwenden so wie auch beim Spinner an Stelle der Münze.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und gute Fänge mit euren selbst gebauten Blinkern und Spinnern.

Habt Spaß am Wasser!

Euer Anglerspezi.

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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Zander angeln mit Pose und Köderfisch.

Zander angeln mit Pose und Köderfisch

Das Zander angeln mit Pose und Köderfisch ist wohl die bekannteste Art überhaupt. Hier zeige ich euch, welche ausgezeichnete Möglichkeiten der traditionelle Bissanzeiger eröffnet. Bei dieser Methode langt schon eine simple Standardmontage, die mit wenigen Handgriffen auf die aktuellen Bedingungen angepasst werden kann.

Bequemer geht es wohl kaum: Ein Griff in seine Tackelbox, den Weichplastikköder an den Wirbel gehängt und schon kann man loslegen. Im Zeitalter, wo Gummifisch und Twister den Markt überfluten, findet man kaum noch einen Angler, der Zander angeln mit Pose und Köderfisch betreibt. Natürlich sprechen viele Faktoren dafür so, dass man auf den Kunstköder gerne zurückgreift, allerdings muss man sich immer vor Augenhalten, dass ein Kunstköder ein Imitat der natürlichen Beute ist und auch bleibt. Gerade ältere Stachelritte in überfischten Gewässern schätzen den Geschmack und die Witterung von Naturköder. Für das präzise Servieren des Köderfisches vor dem Zandermaul eignet sich die Posenmontage hervorragend und die Spannung ist auch hier garantiert.

Vom nervenaufreibenden Zupfen über das gierige erste Zupacken bis hin zum zügigen Abtauchen sind alle Phasen eines Zanderbisses genau zu beobachten. Für mich persönlich ist, dass oftmals spannender als der kurze Ruck in der Rute beim Spinnfischen.

 

Zehn Prozent, die verdächtig sind!

Die Vorzüge beim Zander angeln mit Pose und Köderfisch kommen erst zutage, wenn man ihnen mit dem Boot nachstellt. Nur so erreicht man in großen Gewässern die Standplätze der begehrten Zander. Um diese Plätze ausfindig zu machen, greife ich gerne auf ein Echolot zurück, falls es bei dem jeweiligen Gewässer auch erlaubt ist. Gerade als Gastangler, lernte ich das elektronische Unterwasserauge zu schätzen. Ansonsten musste ich oftmals in den sauren Apfel beißen und auf die alt bewehrte Methode des Auslotens zurückgreifen, die sehr zeitraubend ist.

Hot Spots für Zander sind Scharkanten, abfallende Ränder von Landzungen, versunkenes Geäst und Untiefen. Auf solche Spots beschränke ich dann auch das gesamte Fischen auf den Stachelritter. Meiner Meinung nach sind außerhalb solcher Top-Zonen, bestenfalls nur Zufallsfänge möglich. Es scheint mir auch generell 90 % der Gewässerfläche „ zanderleer “ zu sein.

Sind die Erfolg versprechenden zehn Prozent ausgemacht suche ich mir eine günstige Stelle aus und setze dort eine Markierungsboje. Hat sich nach guten 30 Minuten nichts getan, weiche ich dann zur nächst besseren Stelle aus und setze hier meinen Marker erneut.

 

Mit der Pose den Zander Suchen.

Hier verwende ich wie schon zuvor erwähnt eine simple Standardmontage. Dazu tariere ich eine Laufpose mit mittelschwerem Spaltblei so aus, dass sie gerade noch aus dem Wasser ragt. Ich verwende gerne das Spaltblei, weil ich so meine Montage auf die vorliegenden Gegebenheiten schnell und unkompliziert anpassen kann. Das erste Spaltblei setze ich ungefähr 40 cm vor dem Haken, dann alle 15 cm ein weiteres, bis sich die Pose schwankend aufrichtet. Den Köderfisch biete ich dann unmittelbar an Grundnähe an und verwende hier gerne den altbewährten Garnstopper, den ich Oberhalt der Laufpose befestige. Bevor ich die Montage dann auslege, hake ich den fingerlangen Köderfisch bei der Unterlippe und Oberlippe ein und durchsteche die Luftblase. So vermeide ich, dass der Köder unkontrolliert am Grund auftreibt. Bevor ich dann auswerfe, überprüfe ich die Windrichtung. Herrscht Seitenwind, werfe ich den Köder mit der Pose einige Meter links oder rechts von der Markierungsboje so, dass die Pose in Richtung des Markers Segeln kann. Durch den Seitenwind kann nun der Köderfisch verführerisch am Grund auf Zandersuche gehen. Wobei uns die Pose den genauen Weg anzeigt. Sollte sich in weniger tieferen Stellen die Pose flach hinlegen, spielt dies keine Rolle bei der genauen Bisserkennung.

 

Bleiben Bisse aus hau den „Zupfer“ raus.

Sollte nach aller Bemühung dennoch der Biss ausbleiben, kann es daran liegen, dass die Stachelritter träge sind. Ein lebendiges Köderspiel kann sie oftmals noch überzeugen, auf das Angebot einzugehen.
Die Pose bleibt bei dieser Montage weiterhin montiert um eine Zentimeter genaue Führung beizubehalten. Der Köderfisch wird nun so präpariert, dass ich die Luftblase intakt lasse und einige Schrotbleie ins Maul stecke. Die intakte Schwimmblase wirkt auftreibend und durch die Bleie im Maul bekommt der Köderfisch eine kopflastige Aktion. Bei dieser Montage führe ich den Köder fast gleich wie bei der vorigen Montage. Dazu hebe ich die Rute an und lass den Köderfisch absinken. Nach einigen Sekunden spule ich die lose Schnur auf und wiederhole es nochmals. Solange bis ich einen trägen Zander überzeugen kann.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Beitrag das Zander angeln mit Pose und Köderfisch ein wenig näher bringen. Wünsche euch viel Erfolg beim Ausprobieren. Meine Devise lautet immer flexibel bleiben und oftmals auch gerne auf alt bewährte Methoden zurückzugreifen.

 

Habt Spaß am Wasser!
Euer Anglerspezi Peter

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